Warum wir Erdbeeren so lieben!

Die Erdbeere ist nach dem Apfel das beliebteste Obst in Deutschland. Pro Person werden hier jährlich etwa 3 kg davon gegessen, Tendenz steigend. Schon relativ zeitig im Jahr können wir uns an den süßen Früchtchen erfreuen. In Deutschland dauert die Saison von Ende Mai bis Anfang August. Das heißt, dass Du ab sofort endlich regionale Bio-Erdbeeren kaufen kannst! Erdbeeren außerhalb der Saison oder aus anderen Ländern zu kaufen hat leider häufig problematische Folgen für die Umwelt, wie z.B. einen hohen Wasserverbrauch, hohe Emissionen und Einsatz von Pestiziden. Wir können dir ab … Erdbeeren von … anbieten. Hast Du Lust auf leckere Bio-Erdbeeren aus der Region in deiner Kiste? Hier gelangst Du zu unserem Shop!

Beere oder keine Beere?

Die Erdbeere ist eine kleine, mehrjährige Pflanze, die zur Gattung der Rosengewächse gehört und wild vor allem in bewaldeten Gebieten vorkommt. Sie wächst vorwiegend am Boden und trägt weiße, manchmal auch gelbliche Blüten, aus denen sich anschließend die leckeren, roten Früchte entwickeln. Botanisch gesehen handelt es sich bei der Erdbeere gar nicht um eine Beere, sondern um eine Sammelnussfrucht. Auch Brombeeren oder Himbeeren werden nur fälschlicherweise als Beeren bezeichnet. Heidelbeeren und Johannisbeeren gehören dagegen zu den echten Beeren. Der Ausdruck Sammelnussfrucht kommt übrigens daher, dass sich die Frucht aus mehreren Nüssen zusammensetzt. Bei der Erdbeere sind das die kleinen gelben Nüsschen auf der Oberfläche der roten Scheinfrucht. Diese ist eigentlich Teil der Blüte und wird Blütenachse genannt. Fallen die Nüsschen auf den Boden, entwickeln sich aus ihnen neue Pflanzen. Für ihre Verbreitung sind Erdbeeren auf Menschen und Tiere wie Füchse, Dachse, Igel oder Mäuse angewiesen. Sie fressen die Scheinfrüchte und scheiden die Nüsschen später unverdaut an einem anderen Ort wieder aus. Auch Ameisen tragen mit sich fort und verbreiten sie auf diese Weise.

Die Geschichte der Erdbeeren in Europa

Die wild wachsenden, kleinen Walderdbeeren wurden bereits in der Jungsteinzeit von den Menschen gegessen. Die ersten schriftlichen Zeugnisse von Ihnen sollen über 2000 Jahre alt sein. Schon damals wurden sie nicht nur als Nahrungs- sondern auch als Heilmittel verwendet. Ihre Kultivierung begann ab dem 14. Jahrhundert. In den folgenden Jahren wurden in Europa Walderdbeeren auf Feldern angebaut. Man könnte meinen, dass sich im Laufe der Jahre unsere heutigen Erdbeer-Sorten aus den damaligen Walderdbeeren entwickelt hätten. Dem ist jedoch nicht so! Die europäischen Siedler und Reisenden brachten nämlich andere, größere Erdbeere aus Nord- und Südamerika nach Europa. Das Problem dabei war, dass die Pflanzen hier kaum Früchte trugen. Im Jahr 1750 entstand schließlich in Amsterdam zufällig eine Kreuzung aus der chilenischen und nordamerikanischen Erdbeere. Diese ist die Stammform unserer heutigen Gartenerdbeeren, von denen es inzwischen über 1000 Sorten gibt. Alte Sorten dagegen verschwinden leider mit der Zeit.

Gesunde Nascherei

Erdbeeren sind nicht nur lecker, sondern haben auch viele sehr gesunde Inhaltsstoffe. Nicht umsonst sind die kleinen Früchtchen schon seit Jahrtausenden als Heilmittel bekannt. Sie bestehen zwar zu 90% aus Wasser, aber in ihnen stecken auch über 300 verschiedene Aromastoffe und jede Menge Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe. Sie haben mehr Vitamin C als Zitronen oder Orangen und einen hohen Gehalt an Folsäure. Gleichzeitig enthalten sie Eisen, Calcium, Kalium, Zink und Kupfer. Ihre Polyphenole und Anthocyane schützen vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Allgemein unterstützt der Verzehr von Erdbeeren aufgrund ihrer Inhaltsstoffe die allgemeine Abwehrkraft des Körpers und die Darmtätigkeit, senkt den Blutdruck, wirkt entwässernd und soll sogar schöne Haut machen. Auch für Diäten sind Erdbeeren bestens geeignet, da sie äußerst kalorienarm sind und kein Fett enthalten.

Erdbeeren selbst anpflanzen

Erdbeeren kannst Du ganz leicht selbst anbauen, egal ob im Gartenbeet oder Balkonkasten. Die Pflanzzeit geht bis Mitte Mai, jetzt ist also deine letzte Chance, wenn Du noch keine Erdbeeren gepflanzt hast! Ihre volle Wachstumskraft und vollen Ertrag haben Erdbeeren etwa über drei Jahre. Sie mögen leicht sauren, lockeren und feinkrümeligen Boden mit viel Humus. Im Beet sollten die Pflanzen einen Abstand von ca. 25 cm haben, Reihen sollten einen Abstand von ca. 60cm haben. Wenn Du sie auf deinem Balkon anpflanzen möchtest, kaufe am besten Aussaaterde dafür. Kompost soll für Erdbeeren eher ungeeignet sein, da er für ihren Geschmack zu viel Salz enthält. Der Standort für deine Erdbeeren ist am besten sonnig bis halbschattig. Je mehr Sonne, desto größer und aromatischer werden die Früchte. Vorausgesetzt, sie bekommen genug und gleichmäßig Wasser. Beim Anwachsen ist eine gute Wasserversorgung besonders wichtig. Erdbeeren werden grundsätzlich in zwei Kategorien eingeteilt: einmaltragende und immertragende. Einmaltragende Erdbeeren entwickeln je nach Sorte ab Anfang Juni (im Gewächshaus auch schon eher), teilweise aber auch erst Mitte/Ende Juli für ca. 3-4 Wochen viele Früchte. Sie eignen sich besonders zum Backen, Marmelade kochen oder um sie haltbar machen. Immertragende Sorten produzieren von Juni bis Oktober gleichbleibend einige Früchte, die sich hervorragend zum Naschen eignen. Ein Zeichen für Reife ist neben der roten Farbe, dass sich die Kelchblätter leicht von den Früchten lösen lassen. Wenn Du deine Erdbeeren selbst vermehren möchtest, kannst Du ganz einfach einen Ableger bzw. einen Ausläufer abschneiden und in einen Topf oder direkt ins Beet pflanzen. Das solltest Du allerdings nur einmal im Jahr bei einer Generation machen, da ansonsten die Wuchskraft der Pflanzen darunter leidet. Nach der Ernte kannst Du deine Erdbeeren mit einem biologischen Beerendünger düngen, um sie für die nächste Saison fit zu machen.

Wie können Erdbeeren gelagert werden?

Erdbeeren sind empfindlich und leicht verderblich. Sie reagieren sensibel auf Druck, Nässe und Kälte mit Aroma-, Nährstoff- und Formverlusten. Daher eignen sie sich besonders zum direkten Verzehren und können in diesem Fall einen Tag bei Zimmertemperatur aufbewahrt werden. Anstatt die Erdbeeren zu Naschen kannst Du sie auch als fruchtige Beilage oder Topping verwenden, sie im Obstsalat essen oder zu den verschiedensten Desserts weiterverarbeiten. Sehr schmackhaft kann auch die Kombination mit herzhaften Zutaten oder scharfen Gewürzen wie Chili oder Pfeffer sein. Im Gemüsefach des Kühlschranks halten sich Erdbeeren bis zu drei Tage. Um überschüssige Feuchtigkeit aufzusaugen, kannst Du einfach etwas Küchenkrepp unterlegen. In jedem Fall solltest Du faulige oder schimmelige Stellen direkt herausschneiden, da sie sich sonst rasant ausbreiten. Eine altbewährte Methode, Erdbeeren haltbarer zu machen, ist, sie nach dem Waschen einzuzuckern und dann in den Kühlschrank zu stellen. Da Wasser den Erdbeeren das Aroma entzieht, ist es ansonsten ratsam, sie erst unmittelbar vor dem Verzehr bzw. der Verarbeitung zu waschen. Am besten wäschst Du sie vorsichtig in einer Schüssel mit lauwarmem Wasser und entfernst danach die grünen Blätter. Es ist auch möglich, Erdbeeren einzufrieren. Damit sie nicht zu einem großen Klumpen verkleben, kannst Du sie zunächst einzeln (z.B. auf einem Tablett) für einige Stunden anfrieren und sie dann in eine Dose umfüllen, die Du wieder in den Gefrierschrank stellst. Nach dem Auftauen sind die Erdbeeren zwar matschig, eignen sich jedoch immer noch hervorragend, um daraus leckere Soßen, Eis, Cremes oder Smoothies zu machen.