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Aus dem Näh-Kistchen: Steffi

Aus dem Näh-Kistchen geplaudert ...

Dank einer eher herzhaften Nikolausüberraschung ihres alten Arbeitgebers, die ein gewissenhaftes Stöbern in Bio-Stellenanzeigen nach sich zog, haben sich die Märkische Kiste und Steffi im wahrsten Sinne gesucht und gefunden. Hurra. Seit Februar 2018 ist sie Team-Memberin und unser wandelndes Käse-Wikipedia. Sie selbst bezeichnet sich als Öko-Tussi im gut organisierten Chaos der Märkischen Kiste, in dem man nicht nur eine Nummer ist. Wochentags zählt Steffi wie Kai-Uwe oder Magda zu den frühen Kisten-Vögelchen, aber am Wochenende bleibt sie – wie ein guter Käse – gerne lange liegen und reift ins Wochenende hinein.

Ihren Arbeitsalltag beschreibt sie wie die Geschmacksrichtungen der Käsesorten: abwechslungsreich und manchmal überraschend. Täglich wetzt und schwingt sie die Messer für unsere käseliebenden Kund*innen und schneidet nahezu grammgenau bestellten Käse zurecht. Magie sozusagen, denn „das ist nämlich gar nicht mal so einfach, wie gedacht“, geben die Kolleginnen aus dem Marketing gerne und anerkennend zu. Erinnert ihr euch noch an die Geschichte von Kai-Uwe und seine Begegnung mit dem Macho-Schafbock? So hatte auch Steffi schon ihre Not mit dem lieben Vieh. Nicht nur einmal lebte das, dank eines kaputten Zauns, seinen Freiheitsdrang voll aus und ging stiften, was jedes Mal eine kurzweilige Jagd bedeutete. Eine Frau – eine Mission, die sich entweder auf olle störrische Böcke oder kuschelige Lämmer bezog.

Auch wenn sie mit ihrem Antlitz und Wesen ein wenig an Pippi Langstrumpf erinnert, nimmt Steffi ihre Rolle als Käse-Prinzessin der Märkischen Kiste sehr ernst. Ein Königreich voller Köstlichkeiten von Nah und Fern. Während Kolleg*innen aus anderen Abteilungen völlig überwältigt von der Mannigfaltigkeit vor dem Käseregal stehen, erklärt sie ganz lapidar, das Edelschimmel seine Daseinsberechtigung auf feinsten Sorten hat und wie manch Käse am besten kredenzt werden sollte.

So oft sie kann, taucht Steffi als Schelmin in die LARP-Welt ein und begibt sich, eingehüllt in selbstgemachte fantastische Gewänder und aufwendig hergerichtet auf eine abenteuerliche Reise ins Mittelalter. Wir wagen zu behaupten, dass sie LARP eine nicht minder leidenschaftliche Liebe zuteilwerden lässt wie dem Käse. Und erzählt sie uns, ein wenig mystisch angehaucht, von ihren Ausflügen in eine andere Zeit, bekommt man das Gefühl, ein Teil dessen zu sein. Durch ihren geliebten Lagen-Look, der dafür sorgt, dass sie sich in der Kühlabteilung nicht wortwörtlich den Allerwertesten abfriert, hat sie etwas mit einer Zwiebel gemein. Das passt sogar, meint sie selbst, denn sie fühlt sich an vielen Orten wohl, mag Wasser und Sonne und kann, unter Umständen, jemanden zum Heulen bringen. Hier bei uns ziehen wir es vor, gemeinsam über Käse zu schwadronieren und zu lachen. Viel zu lachen. Ein Hoch auf unsere Käse-Prinzessin.

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